Französisch

Die französische Sprache wird von etwa 80 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Sie gilt als Weltsprache, da sie von rund 274 Millionen Sprechern auf allen Kontinenten in über 50 Ländern beherrscht wird. Französisch ist unter anderem mit dem Italienischen, Rätoromanischen, Spanischen, Katalanischen, Portugiesischen und Rumänischen näher verwandt und  ist unter anderem Amtssprache in Frankreich, Kanada, der Schweiz, Belgien, Haiti und zahlreichen Ländern Afrikas.

Nicht nur im Empfinden der Franzosen selbst, auch in unseren Ohren klingt das Französische angenehm und melodiös, und die französische Kultur und Küche stehen für sich selbst. Frankreich als wunderschönes und interessantes Land lernen unsere Schülerinnen und Schüler während des Austausches mit Granville hautnah kennen. Hier können Sie erproben, was sie im Unterricht auf vielfältige und kreative Art und Weise eingeübt haben: Wie frage ich nach dem Weg? Wie bestelle ich im Restaurant? Wie drücke ich dieses oder jenes aus?

Schüleraustausch der 9. Klassen

Frankreich spielt für uns Deutsche eine herausragende Rolle als Urlaubsland und Wirtschaftspartner. Aus diesem Grund wählen viele unserer Schüler Französisch als zweite Fremdsprache in der 6. Jahrgangsstufe. In der 9. Jahrgangsstufe bieten wir einen mehrtägigen Schüleraustausch mit einem Collège in Granville in der Normandie an. Darüber hinaus finden im Rahmen des Musikunterrichts weitere Fahrten in Schrobenhausens Partnerstadt Thiers statt.

Bei beiden Gelegenheiten sind unsere Schüler in Gastfamilien untergebracht, was ihnen einen vertieften Eindruck in die französische Lebensweise ermöglicht und viele Teilnehmer motiviert, sich noch intensiver mit Frankreich und seiner Sprache zu beschäftigen.

Granville
Collège

Lehrkräfte

  • StRin Lisa Beyerle
  • StRin Cornelia Brandmayr
  • OStRin Ariane Fiedler
  • OStRin Claudia Mauthe
  • OStRin Christine Meier-Sendtner
  • OStR Michael Schilberth
  • StDin Karin Schwendner
  • StRin Simone Soier
  • StRin Stefanie Stork

Französisch am Gymnasium

Ein kleiner Wegweiser für den Anfangsunterricht in der 6. Klasse   

Liebe Eltern,

Ihr Kind hat sich für Französisch als 2. Fremdsprache entschieden. Um von Anfang an viel Freude am Sprechen zu haben, empfiehlt es sich, folgende Lerntipps zu beachten, die sich daran orientieren, dass Französisch (nicht wie Englisch) eine romanische Sprache ist, die z.T. einer anderen Systematik folgt.

Die vier Grundfertigkeiten

  • Lesen / Aussprache
  • Schreiben / eigene kleine Texte verfassen
  • Texte hören und verstehen
  • Frei sprechen / sich unterhalten

Generell: Der Stoff wird erst dann beherrscht, wenn alle vier Grundfertigkeiten zusammen geübt werden (= bei der Hausaufgabe ein Wort laut lesen, auf ein Blatt schreiben, in einem ganzen Satz verwenden, Schulbuchtexte auf der CD / DVD des Cahier d’activités anhören / ansehen). Am Anfang kann es sinnvoll sein, sich ganze Sätze zu merken, um ein Gefühl für die Sprache zu bekommen, da die französische Satzstellung nicht immer mit der deutschen übereinstimmt. Daher stehen auch in den Vokabelheften gelegentlich ganze Wendungen.

Wörter lernen (lesen / schreiben)

Vokabelhefte werden entweder zweispaltig (französisch – deutsch) oder dreispaltig (mit Erklärung von Besonderheiten, Beispielen etc. in der Mitte) geführt. Wenn die Wörter bereits während des Unterrichts eingetragen (= von der Tafel abgeschrieben) werden, liegt wahrscheinlich nicht dieselbe Reihenfolge vor wie im Vokabelteil des Buches. Das liegt daran, dass die Lehrkraft eine Geschichte mit logischem Aufbau erzählt, in deren Verlauf sich die Klasse gemeinsam die neuen Wörter erschließt und dann auch notiert.

Daneben kann Phase 6, ein Karteikasten oder ein digitales Vokabellernprogramm (auch als Apps) eingeführt und / oder zum regelmäßigen Wiederholen verwendet werden, denn für das Lernen von Fremdsprachen gilt: der Vokabellernstoff lässt sich nicht für jede Schulaufgabe klar eingrenzen. Vom ersten Lernjahr an baut alles unverzichtbar aufeinander auf und bildet die Grundlage für Satzbildungen, Dialoge und Texte.

Ein Lautkurs (wird im Unterricht erarbeitet) ermöglicht es Ihrem Kind durch das Erkennen von typischen Buchstabenkombinationen und Lautschriftzeichen auch bald selbst, unbekannte Wörter richtig auszusprechen und zu schreiben. Beim Schreiben ist besonders auf die korrekte Setzung der Akzente und die oft unhörbaren Endungen zu achten.

Weitere Lernhilfen

Oft werden die Lehrkräfte nach zusätzlichem Übungsmaterial gefragt. In Einzelfällen mag das durchaus sinnvoll sein – es gibt in der Zwischenzeit von den Verlagen extra Schulaufgaben-trainer oder Übungshefte zu verschiedenen Themengebieten. Die Schulbuch-CD zum Trainieren der Hörverstehenskompetenz befindet sich im Cahier d’activités (Arbeitsheft).

In den meisten Fällen jedoch hat es sich bewährt, „einfach“ den aktuellen Stoff mehrschichtig vorzubereiten. Das bedeutet: die Schüler sollen…

  • laut lernen (Vokabeln und Texte laut lesen und sprechen) und darauf achten, dass die einzelnen Wörter zu Lautketten verbunden werden
  • besonderes Augenmerk auf das Mitlernen des richtigen Artikels eines Substantivs (un / une) legen, da dies die Grundlage für viele weitere Lerninhalte ist
  • die behandelten Geschichten im Buch selbst auf französisch nacherzählen oder zusammenfassen
  • die neuen Wörter in einem vollständigen Satz verwenden, nicht nur einzeln auswendig lernen
  • die Grammatikregeln an beliebigen ähnlichen Sätzen anwenden und die Beispielsätze abwandeln können (gerade hier ist auswendig lernen überhaupt nicht sinnvoll!)
  • (unregelmäßige) Verben von Anfang an flüssig konjugieren können
  • schriftliche Hausaufgaben auch dann angehen, wenn auf den ersten Blick nicht klar ist, was zu tun ist (s. unten)
  • Fehler bei der gemeinsamen Hausaufgabenverbesserung selbst erkennen und mit Farbe ausbessern

Aufgabenformen der Leistungsmessungen

Die üblichsten Formen sind im Anfängerunterricht

  • Diktat oder Lückendiktat (= Wertung der Rechtschreibung; Akzentsetzung, grammatika-lische Endungen)
  • Hörverstehen (= ein kurzer Originaltext in französischer Sprache, der mit Pausen zwei Mal vorgespielt wird) oder Leseverstehen (= ein kurzer Originaltext in französischer Sprache in schriftlicher Form); Aufgabenformen: die Schüler kreuzen z.B. Zutreffendes an, füllen kurze Lücken aus, ordnen Begriffe / Bilder zu, erkennen falsche Aussagen und korrigieren sie…) à hier wird der Inhalt bewertet, nicht die Rechtschreibung
  • Vokabelteil: i.d.R. werden Wörter im Kontext, also z.B. als Lücken in einem kleinen Text abgeprüft; bei komplexeren Aufgaben können Vokabeln auch im Rahmen einer Grammatikaufgabe eingesetzt werden
  • Grammatikteil: auch die Grammatik wird in kontextualisierter Form abgefragt – zumeist in Form von Lückentexten, Frage- / Antwortaufgaben oder Umformungen
  • Textproduktion: hier sollen die Schüler einen kleinen französischen Text auf der Basis von einigen deutschen Vorgaben verfassen. Das kann z.B. ein Dialog / Gespräch sein, eine Dolmetschsituation, ein kurzer Brief / eine Mail…

Daneben gibt es auch andere Aufgabenformen, die die entsprechende Lehrkraft vor einem Test natürlich individuell mit der Klasse einübt. Beachten Sie bitte, dass die Aufgabenstellung i.d.R. auf Französisch erfolgt. Auch die Übungen während des Unterrichts basieren darauf, die Schüler sollten das also gewöhnt sein.

Hausaufgaben

Falls Arbeitsanweisungen anspruchsvoll sind oder noch nicht alle einzelnen Wörter, die in einer schriftlichen Hausaufgabe vorkommen, gemeinsam gelernt wurden: Motivieren Sie Ihr Kind dazu, hinten im Buch nachzuschlagen und sich anhand der Beispiele herzuleiten, was zu tun ist. Die richtige Strategie ist der halbe Weg zum Sieg und fördert die Selbstständigkeit. Für uns alle ist es Teil der Realität, nie alle Vokabeln zu beherrschen. Sich zu behelfen, ist die Kunst J! 

Französisch als Teil unserer (globalisierten) Welt

Nutzen Sie die Gelegenheit, mit Ihrem Kind französische Filme (mit Untertiteln) anzusehen, sie die Songtexte ihrer Lieblingslieder ausdrucken, übersetzen und natürlich mitsingen zu lassen… Es öffnet den Horizont und verbessert die Kommunikation. Dazu beitragen könnte vielleicht auch eine Mail-Freundschaft (die Brieffreundschaft 2.0) oder ein Urlaub in einem französischsprachigen Land…

Viel Erfolg und v.a. Freude am Französischlernen