Wählen auf die professionelle Art

Zum ersten Mal führten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen die Klassensprechwahlen mit Hilfe des „Klassensprecherwahl-Sets“ der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit durch.

Gedruckte Stimmzettel, eine Wahlkabine sowie eine versiegelte Urne: Das Wahl-Set beinhaltet alles, was man zu einer geheimen, unmittelbaren, gleichen, freien und allgemeinen Wahl benötigt.

Nach Besprechung der Rechtsgrundlagen der Wahl stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten dem Wahlvolk zunächst vor. Dabei wurden die Unterschiede in den politischen Zielen und Programmen deutlich. In zwei getrennten Wahlgängen wurden die Klassensprecher und deren Stellvertreter gewählt. Ein Wahlausschuss prüfte die jeweilige Wahlberechtigung, achtete auf die Anwesenheit nur einer Wahlberechtigten in der Wahlkabine und nahm schließlich die Auszählung der Stimmen vor.

Demokratie einüben: Für die Schülerinnen und Schüler war die Wahl mit dem „Klassensprecherwahl-Set“ keine bloße Spielerei. Sie stellten selbst fest, nach welchen Regeln eine Wahl ablaufen muss, damit sie die oben genannten Wahlgrundsätze erfüllt. Für Heiterkeit sorgten Fälle, bei denen das Kreuzchen bereits vor bzw. außerhalb der Wahlkabine gesetzt wurde. Auf die strenge Rüge des Wahlausschusses hin wurde der jeweilige Stimmzettel vernichtet und dann eine neuer ordnungsgemäß in der Kabine ausgefüllt.

Eine Bereicherung für den Unterricht: Einig waren die beteiligten Sozialkundelehrkräfte darin, dass mit dieser Wahl der Bogen zu Wahlgrundsätzen, Wahlsystemen sowie dann zur bald stattfindenden Landtagswahl 2018 sehr viel leichter als sonst geschlagen werden kann.