Schüleraustausch mit Granville/Frankreich

Nachdem die erste Etappe des Austauschs mit dem Besuch der Franzosen in Schrobenhausen bereits im Dezember stattgefunden hatte, traten in der Woche vor den Osterferien 30 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Gymnasiums die Reise zum Gegenbesuch bei ihren französischen Austauschpartnern in der Normandie an. An der Atlantikküste verbrachten sie in Granville eine erlebnisreiche Woche in Begleitung der Lehrkräfte Ariane Fiedler und Cornelia Brandmayr.

Der Frankreichaustausch des Gymnasiums fand bereits zum achten Mal statt und wird von Deutsch-Französischen Jugendwerk gefördert.

An einem Freitagabend startete die Schülergruppe ihre lange Fahrt in die Normandie. Bei einem Zwischenstopp in Paris am frühen Morgen hatten die Schüler die Gelegenheit, die Kathedrale von Notre Dame zu sehen und vom Trocadéro aus einen Blick auf das Wahrzeichen der Stadt zu werfen. Anschließend führte die Fahrt über Caen weiter nach Granville. Dort wurden die deutschen Austauschpartner nach der 16-stündigen Busfahrt vor dem Collège André Malraux freudig von ihren Gastfamilien in Empfang genommen. Das Wochenende nutzten die Familien für private Ausflüge mit den deutschen Gästen, bevor dann am Montag das von der französischen Seite vorbereitete Programm begann.

Auf dem Plan standen zunächst die Teilnahme am  Unterricht im Collège und die Erkundung der Hafenstadt Granville: Im Rahmen einer Stadtführung lernten die Schüler die auf einem Felsen über dem Meer gelegene Altstadt kennen, durften in der Fischauktionshalle einer Auktion beiwohnen und bestaunten bei dieser Gelegenheit die Fülle der angebotenen Meeresfrüchte.

Bei Exkursionen zu den Landungsstränden der Alliierten in der Umgebung von Arromanches sowie nach Bayeux und einer ausgedehnten Wattwanderung zum Mont Saint Michel wurde den deutschen Schülern auch die geschichtliche Bedeutung der Region nahe gebracht. Ein Wattführer begleitete die Gruppe auf ihrem Fußmarsch über 7 km und erläuterte den Gästen ausführlich die Rolle des Mont Saint Michel im 100jährigen Krieg zwischen den Engländern und Franzosen.

Die Besichtigung des Landungsstrandes um die Pointe du Hoc und des großen amerikanischen Soldatenfriedhofs von Colleville führte zu Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs und beeindruckte die deutschen Besucher sehr.

Nach einem weiteren Vormittag im Unterricht und einer Ausfahrt auf den Atlantik mit einem kleinen Segelschiff, bildete ein deutsch-französischer Abend das Ende des Aufenthalts in Granville: Die Gastfamilien hatten ein umfangreiches Buffet mit regionalen Köstlichkeiten vorbereitet, es wurde gemeinsam gesungen, und man ließ mit einer Diashow noch einmal die Austauschwoche Revue passieren.

Beim Abschied am Freitagmorgen gab es Tränen auf beiden Seiten und die deutschen Schülern machten sich schweren Herzens auf den Heimweg - im Gepäck nicht nur viele schöne Erinnerungen, sondern auch zahlreiche Souvenirs. Als letzten Programmpunkt besichtigte die Schülergruppe auf der Rückfahrt schließlich noch bei strahlendem Sonnenschein das Schloss von Versailles, bevor man sich nach einer abendlichen (und abenteuerlichen!) Rundfahrt durch Paris endgültig auf die Rückreise machte.

Ariane Fiedler und Cornelia Brandmayr