Gletscher, das ewige Eis?

Unter diesem Motto unternahm das W-Seminar „Gletscher, Schnee und Eis“ des Faches Geographie eine Exkursion, um die in der Schule theoretisch erarbeiteten Inhalte in der Natur erlebbar zu machen. 31 Schüler fuhren unter der Führung der Lehrer Stiefken und Bauch in die Alpen.

Sie rollten die Thematik quasi von hinten auf und begannen am Freitag mit den Spuren der Gletscher im Alpenvorland: Grundmoränen, Endmoränen, Findlinge, Zungenbeckenseen, Urstromtäler, Abflussrinnen wurden im Gebiet zwischen Holzkirchen, Bad Tölz und dem Tegernsee gesucht und gefunden. Dann ging es weiter über den Achensee, Zillertal nach Juns ins Tuxertal, wo Quartier bezogen wurde.

Am Samstag stand dann als Höhepunkt der Exkursion auf dem Programm: der Gletscher in Hintertux. Mit den Bergbahnen wurde das Seminar auf den Gletscher transportiert. Auf einer Höhe von 3200m wurde bei herrlichstem Wetter das Panorama genossen. Von hier oben hatte man nicht nur einen traumhaften Ausblick über einen großen Teil der Ostalpen, der Blick schweifte von der Zugspitze im Norden dem Großvenediger im Osten bis zu den Dolomiten im Süden, sondern es lag einem auch der Gletscher zu Füßen. Gletscherspalten, Bergschründe, Kare und Moränen: Fast alle glazialen Phänomene waren sichtbar. Was von oben nicht erkennbar war, wurde dann von Innen besichtigt.

Unter Leitung des Geologen Roman Erler konnten wir die Gletscherhöhle im Tuxer Gletscher besichtigen. Herr Erler, der Entdecker und Erkunder der Höhle, zeigte uns mit einer hervorragenden Führung in die Unterwelt des Gletschers. Diese weltweit einzigartige Höhle führt die Besucher direkt in den Bauch des Gletschers. Sogar eine Bootsfahrt auf einem See unter dem Gletscher wurde geboten.

Am Nachmittag teilte sich das Seminar auf. Der größere Teil der Schüler erkundete den Gletscher auf Skiern, der kleinere Teil wanderte vom Fuß des Gletschers ins Tal.

Am Sonntag stand dann zum Abschluss das Thema „Gletscher und Tourismus“ auf dem Plan. Hierbei setzte man sich kritisch mit der Umgestaltung des Gletschers und seiner Umgebung für den Tourismus auseinander.

Gegen 14:00 Uhr wurde der Heimweg angetreten und alle erreichten abends Schrobenhausen – wohl behalten, gut gelaunt und um eine tolle Erfahrung reicher.