Heynckes‘ Nachfolge gesichert

Vorne von links: Anna-Lena Amann (SV Steingriff), Anna-Lena Moritz (SC Mühlried), Maximiliane Kirberg (TSV Hohenwart), Jessica Kaps (SV Steingriff), Sarah Fessler (TSV Inchenhofen)

Mitte von links: Justin Schmalzl (SV Steingriff), Florentine Gaßner (BC Aresing), Manuel Perkhammer (TSV Pöttmes), Florian Plöckl (FC Gerolsbach), Juri Ziegltrum (FC Gerolsbach), Thomas Bichler (BSV Berg im Gau), Jacob Pobitschka (SV Steingriff)

Hinten von links: Maximilian Reil (SC Mühlried), Samuel Schäffer (SC Mühlried), Lennart Fuhrmann (FC Gerolsbach), Johannes Hopf (TSV Pöttmes), Lukas Maurer (SC Mühlried), Joans Birr (SV Steingriff), Studiendriektor Manfred Kitzler

Achtzehn Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren wurden am Montag im Rahmen einer Feierstunde im Gymnasium Schrobenhausen nach Ende ihrer Ausbildung zum DFB-Junior-Coach geehrt.  Dass die Vergabe nicht einfach so hinter verschlossener Tür erfolgte, sondern auch zahlreiche Eltern, Trainer und Jugendvertreter der Heimatvereine (manche auch in Personalunion) anwesend waren, dafür sorgte der Hauptverantwortliche Manfred Kitzler per Einladungsmail und so kam doch eine beachtliche Anzahl an Gästen zusammen. Nach der Begrüßung stellte der am Gymnasium als Studiendirektor tätige Lehrer kurz das seit fünf Jahren bewährte Konzept vor.

Die fußballbegeisterten Jugendlichen hatten sich in Ihrer Freizeit meist sonntags 40 Stunden Zeit genommen,  um die Grundlagen für eine Betreuer- bzw. Trainertätigkeit zu erlangen. Dazu gehörten sowohl die Planung und Durchführung von Trainingsstunden, also auch der altersgerechte Aufbau der Kondition, Grundzüge der Ersten-Hilfe, aber auch rechtliche Grundlagen wurden erörtert. Zusätzlich wurden auch mögliche Konflikte durchleuchtet, die nicht nur zwischen Trainer und Spielern, sondern auch zwischen den Coaches und den Eltern, der meist noch jungen Kinder auftreten können.

Mit einem Appell richtete sich Herr Kitzler an die Verantwortlichen und bat dabei darum, dass die neuen Coaches langsam an ihre Aufgaben herangeführt werden sollen, nicht gleich mit der Gesamtverantwortung für ein Team alleine gelassen werden und auch ihre, vielleicht für alteingesessene Trainer ungewöhnlichen Ideen umsetzen dürfen.  Das Grußwort des BFV übernahm Manfred Riedl, Mitglied des Verbandsjugendausschusses. Er lobte die Jugendlichen für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und ehrenamtlich tätig sein zu wollen. Etwas, was man heutzutage sicherlich nicht von allen Teens behaupten kann.

Das Gymnasium Schrobenhausen sei für seine gute Arbeit im Bereich der DFB-Jugend-Coach-Ausbildung bekannt, habe bereits 61 Schüler ausgebildet und arbeite hier sehr gut mit dem BFV zusammen. Dass unter den Jugendlichen auch fünf weibliche Coaches sind, sei ein Indiz dafür, dass es auch im Mädchen- und Damenbereich in Kürze frische Kräfte geben könnte. Nun sei es an den Heimatvereinen, das Potenzial zu nutzen. Im Weiteren stellte Manfred Kitzler den weiteren möglichen Werdegang der frischen Trainer und Betreuer vor. Denn immerhin 15 der 18 Jugendlichen haben sich, wieder geleitet von ihrem Mentor,  dazu entschlossen, im Zuge des P-Seminars, die Trainer-C-Lizenz zu erwerben. Dazu hat der Studiendirektor schon Kontakt zum FC Ingolstadt aufgenommen, der zugesagt hat, eng mit dem Gymnasium zusammenzuarbeiten. So werden immer abwechselnd zwei bis drei Jugendliche eine Woche lang eine Jugendmannschaft begleiten und lernen dabei, wie es im Jugendbereich einer Profimannschaft zugeht. Zudem werde man auch mit dem BFV in Kontakt bleiben und kann beim Datendienstleister für SKY auch mal erleben, wie Livespieldaten, wie Ballbesitzquote, Ballkontakte jedes einzelnen Spielers oder sonstige mehr oder weniger wichtige Fakten ermittelt werden. Bis zur Lizenzprüfung müssen die Jungen und Mädchen zudem in ihren Heimatvereinen für eine halbe Saison ein Jugendteam mit betreuen, bevor es dann Ende Dezember 2018 zur Prüfung geht. Nach erfolgreichem Abschluss können dann Jugend- und später auch Erwachsenenteams auf Kreisebene betreut werden.

Als besonderes Schmankerl berichtet Herr Kitzler kurz vor der Urkundenübergabe noch von der Möglichkeit, nach Abschluss des Abiturs, ein freiwilliges soziales Jahr (FJS) beim MTV Pfaffenhofen zu absolvieren. Sein Berufskollege Herr Hutter habe dazu bei den Vereinsoberen zwei Stellen erbeten, in denen sich die Trainer für den Gesamtverein nützlich machen können. Unter Applaus wurde anschließend jeder der 18 neuen DFB-Junior-Coaches nach vorne gebeten und nahm stolz die Urkunde in die Hand. Der erste Schritt in Richtung Bundesligatrainer ist also schon mal gemacht.

Text mit Genehmigung durch: Donaukurier / Schrobenhausener Zeitung / dfu

Die Juniorcoaches in Aktion mit der E1- und D2-Jugend des SC Mühlried